Die Hessen sind schon ein seltsames Volk. Ganz komische Sachen werden im Hessenländle zubereitet und verputzt. Ribbsche mit Kraut, Nesterhebbes, Äppelwoi und natürlich auch der Handkäs mit Musik.

 

Wo kommt eigentlich der Name her? Die gebräuchlichste Erklärung für die Musik sind die oftmals nach dem Verzehr auftretenden Körpergeräusche. Nicht nur jedes Böhnche, auch jedes Zwibbelsche gibt e Tönche. Eine andere Theorie berichtet dass das Klappern der Essig und Öl Flasche als Musik bezeichnet wurde. Wie dem auch sei, Handkäs mit Musik ist ein wohlschmeckendes, kalorienarmes Gericht.  Was braucht man und wie wird’s gemacht?

 

Zutaten:

  • Gefäß zum einlegen
  • 2 Pk. Mainzer Handkäse ohne Kümmel
  • 4 mittelgroße gelbe Zwiebeln
  • Raps- oder Sonnenblumenöl
  • Frau Rauscher Apfelwein
  • Milder Weißweinessig
  • Kümmel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chillipulver (Normalerweise nicht im Rezept)

Zubereitung:

Die Zwiebeln in feine Würfel schneiden. Den Handkäse im Gefäß verteilen. Ich benutze immer eine längliche Schüssel und lege die Rollen hintereinander. Danach den Käse mit Kümmel bestreuen. In einem zweiten Gefäß 6 EL Weinessig, 4 EL Apfelwein, eine gute Prise Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, eine Messerspitze Chilli Pulver und zum Schluss 4-6 EL Sonnenblumenöl zu einem Dressing verrühren. Danach die Zwiebeln auf dem Handkäs verteilen und mit dem Dressing übergießen. Den so vorbereiteten Handkäs mit Frischhaltefolie abdecken und bei Zimmertemperatur mind. 4 Stunden stehen lassen. Am besten schmeckt er wenn er eine Nacht gezogen hat. Ein mit guter Butter bestrichenes kräftiges Brot macht das Abendessen perfekt. Guten Appetit!

 

Das nächste urhessische Gericht „Camberger Scheibebroi“ gibts demnächst.